"Technische Sachverständige / Amtsingenieure im öffentlichen Veterinärwesen"

von Rainer Thomes

1. Einleitung
2. Lebensmittelüberwachung
3. Tierschutz
4. Tierseuchenbekämpfung / Beseitigung tierischer Nebenprodukte
5. Rechtliche Einstufung
6. Bundesverband gegründet
7. Fazit / Schlussfolgerung
Zusammenfassung
Die Amtstierärzte sind bei ihrer Arbeit permanent mit technischen Prozessen konfrontiert, die im Rahmen ihrer Überwachungstätigkeit zu beurteilen sind. Für die teilweise sehr komplexen technischen Zusammenhänge fehlt ihnen vielfach das Hintergrundwissen, um eine versierte Aussage zur Eignung von Systemen, Anlagen und Verfahren zu treffen. Die meisten Bundesländer in Deutschland verfügen über sogenannte amtliche technische Sachverständige, die über entsprechende Kenntnisse und Erfahrungen verfügen, um die amtlichen Veterinäre bei der Bewältigung ihrer Aufgaben zu unterstützen. Durch technische Stellungnahmen und Gutachten in allen Bereichen des gesundheitlichen Verbraucherschutzes und der Lebensmittelsicherheit werden die Behörden somit in die Lage versetzt, den gesetzlichen Anforderungen im Rahmen der amtlichen Überwachung in vollem Umfange nachzukommen. Sollten im Rahmen von Einsparvorgaben nun solche Stellen gestrichen werden, so würde die amtliche Überwachung in vielen Bereichen nicht mehr ausreichend durchgeführt werden können. Eine Privatisierung dieser Bereiche wurde vor vielen Jahren bereits diskutiert und scheiterte zum einen daran, für diese Spezialgebiete entsprechend ausgebildete und erfahrene Ingenieure zu finden. Andererseits hielt man es für erforderlich, die Objektivität der technischen Kontrollen und Begutachtungen nur durch von der Wirtschaft unabhängige amtliche Sachverständige im Sinne der Verbraucher zu wahren.
1. Einleitung
Die technischen Sachverständigen bzw. Amtsingenieure im Bereich des öffentlichen Veterinärwesens unterstützen die zuständigen Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsbehörden bei technischen Fragestellungen in sämtlichen Bereichen des gesundheitlichen Verbraucherschutzes und der Lebensmittelsicherheit. Im Besonderen werden Betriebs- und Anlagenkontrollen in der Lebensmittelüberwachung, der Tierkörperbeseitigung, der Tierseuchenbekämpfung, der Futtermittelüberwachung und des Tierschutzes durchgeführt. Konzeptionell können die Sachverständigen Verfahrensabläufe in diesen Bereichen transparent darstellen und eine rechtssichere Überwachung hinsichtlich der zu beurteilenden Technik gewährleisten. Historisch kommt der Beruf des technischen Sachverständigen im Veterinärwesen (Amtsingenieur) aus der Kontrolle von Milcherhitzern in den Nachkriegsjahren, um die Tuberkuloseerkrankungen aufgrund des Verzehrs von nicht sicheren Milchprodukten einzudämmen. Die Kurzzeiterhitzung von Milch an sich galt zwar als sicher, aber die Schaltung, die Montage und der Betrieb von Erhitzungseinrichtungen war sehr fehlerbehaftet. Erst seit den 70er Jahren werden, bedingt durch den engen Kontakt mit den Amtsveterinären, auch weitere Aufgaben in den Bereichen Tierschutz und der Tierseuchenbekämpfung wahrgenommen. Man kann feststellen, dass für den Bereich der Veterinär- und Lebensmittelüberwachung in vielen Bundesländern ein Spezialwissen vorhanden ist, welches in erster Linie durch die eigene interne Ausbildung von Quereinsteigern des Ingenieurwesens multipliziert wird. Da aufgrund von Einsparvorgaben der öffentlichen Haushalte in einigen Bundesländern keine Nachbesetzung, und somit ein Verlust an Wissen erfolgt, soll durch diesen Artikel das komplexe Aufgabenspektrum und die zwingende Notwendigkeit dieses Arbeitszweiges näher beleuchtet und für den Veterinärbereich insgesamt transparenter gemacht werden.
2. Lebensmittelüberwachung
In der Lebensmittelüberwachung werden vor allem im Rahmen von Zulassungsverfahren und der amtlichen Überwachungstätigkeit der zuständigen Veterinärbehörden Inspektionen von Lebensmittelbehandlungsanlagen durchgeführt. Die Beurteilung von Verfahrensabläufen und Eigenkontrollsystemen sind hierbei ein wesentlicher Bestandteil. Bild 1: starke Verschmutzungen im Bereich der Rohrverbindung weisen auf ungenügende Reinigung bzw. technisch bedingte Fehlfunktionen hin Die eigenständige Zulassungspflicht für Milcherhitzungseinrichtungen ist mit Inkrafttreten des neuen EU-Rechts in die Zulassungspflicht des Gesamtbetriebes übergegangen und damit entfallen. Die besondere Typprüfung von Milch- und Rahmerhitzern, Dauerpasteuren und UHT-Anlagen, welche nach früherem Milchrecht noch vorgeschrieben war, gibt es in dieser Form nicht mehr. Somit kommt der technischen Überprüfung von Erhitzungseinrichtungen für Lebensmittel im Rahmen der amtlichen Kontrollen eine elementare Bedeutung zu. Bild 2: Messtechnische Kontrolle des kritischen Kontrollpunktes einer Milcherhitzungs-einrichtung Neben der Beratung und fachlichen Unterstützung der kommunalen Veterinärbehörden spielen die Überprüfungen von Eigenkontroll- und HACCP-Systemen in Lebensmittelbe- und verarbeitungsbetrieben hinsichtlich der eingesetzten Technik eine große Rolle. Beispielhaft sei hier die Beherrschung des CCP’s Erhitzungstemperatur genannt. Die vordergründige Beurteilung, ob ein solcher Punkt beherrscht wird, ist denkbar einfach. Wenn es jedoch darum geht, die entsprechenden Korrekturmaßnahmen zu bewerten sowie die daraus resultierenden Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen zu beurteilen, wird es ungleich komplexer und komplizierter. Bild 3 und 4: Verschmutzungen an den Wärmeübertragungsplatten aufgrund strömungstechnischer Fehler bzw. Undichtigkeiten Die Funktionalität moderner Steuerungssysteme, die sogenannten SPS-Programme (Speicherprogrammierbare Steuerungen), muss verstanden und interpretiert werden können. Die eingesetzten Prüfmittel (z.B. Temperatursensoren, Drucksensoren, Feuchtigkeitssensoren, etc.) müssen hinsichtlich ihrer technischen Eignung eingeschätzt werden, um die sogenannte Kontrolle der Eigenkontrolle wirksam beurteilen zu können. Bild 5: Starke Verschmutzungen eines Tellerpaketes einer Reinigungszentrifuge Ein weiterer Arbeitsbereich eröffnet sich aktuell bei der Überprüfung von Lüftungseinrichtungen in Lebensmittelverkaufsstätten und Großküchen. Durch Rekontaminationen von falsch eingestellten oder ungeeigneten Lüftungssystemen kann beispielsweise eine häufig unterschätzte Gefahr ausgehen. Luftaustauschraten und strömungstechnische Besonderheiten können von den amtlichen technischen Sachverständigen fachlich sicher beurteilt werden und somit den Amtsveterinären bei ihrer amtlichen Überwachungstätigkeit dienlich sein. Bild 6: Lüftungsschleier Gemüseregal Die Beurteilung von Konsequenzen bei Fehlern in der Herstellungskette von Lebensmitteln stellt einen weiteren wichtigen Arbeitsbereich dar. Aufgrund anlassbezogener Verbraucherbeschwerden sind –oft unter Zeitdruck- gemeinsam mit den tierärztlichen Sachverständigen eine Vielzahl von Fragestellungen zu beantworten und weitere Maßnahmen festzulegen.
3. Tierschutz
Die technische Unterstützung der Veterinärbehörden im Bereich des Tierschutzes hat insbesondere durch die Umstellung von manueller auf automatische Betäubungsverfahren an Bedeutung gewonnen. Nur durch eine regelmäßige technische Überprüfung von Betäubungsanlagen und -verfahren in Kombination mit den tierärztlichen Feststellungen lässt sich die Betäubungseffektivität und die Tierschutzkonformität sicher einschätzen. Europäische Rechtsvorgaben wie die Verordnung (EU) Nr. 1099/2009 über den Schutz von Tieren zum Zeitpunkt der Tötung lassen Unternehmern und Herstellern von Betäubungsanlagen relativ viel Freiraum bei der Konstruktion und sogar bei der Festlegung von Grenzwerten, die daher unbedingt der amtlichen Kontrolle unterliegen müssen. Exemplarisch sei hier die Elektrobetäubung von Schlachttieren genannt. Durch die technische Überprüfung von Stromformen, Frequenzen, Leckströmen usw. lassen sich fundierte Aussagen machen, ob die rechtlichen und technischen Anforderungen eingehalten werden und somit ein sowohl tierschutzgerechter als auch kontinuierlicher Einsatz der Geräte möglich ist. Bild 7: Stromform einer Wasserbad-betäubungsanlage für Geflügel. Keine ausreichende Betäubung möglich, da sich die Ströme überlagern, obwohl Mindestparameter erreicht werden. Die Tierschutzschlachtverordnung fordert von den zuständigen Überwachungsbehörden die regelmäßige Kontrolle und Überwachung von Anlagen und der angewendeten Verfahren bei der Schlachtung oder Tötung z.B. aus tierseuchenrechtlichen Gründen. Bild 8: Stark abgenutzte Elektroden einer Betäubungszange. Eine mögliche Ursache ist eine falsche Stromform. In der Verordnung werden für die verschiedenen Verfahren spezifische Prüfungen der technisch-physikalischen Funktionen vorgegeben. Dies erfordert neben den technischen Kenntnissen der unterschiedlichen Anlagen und Verfahren eine vielfältige Ausstattung an Mess- und Prüfgeräten. In vielen Bundesländern finden diese Kontrollen interdisziplinär mit Amtstierärzten und technischen Sachverständigen statt. Diese Zusammenarbeit hat sich bewährt, da das technische mit dem veterinärrechtlichen Fachwissen gepaart vor Ort angewendet werden kann und die erforderlichen Prüfgeräte zur Verfügung stehen. Bild 9: Halbautomatische Betäubungsanlage für Schlachtschweine Ein weiterer Arbeitsbereich, der immer mehr an Bedeutung gewinnt, ist die Beurteilung von Stallklimaparametern. Rein subjektive Feststellungen lassen sich durch entsprechende technische Gutachten gerichtssicher validieren und objektiv untermauern. Die dazu erforderliche Messtechnik wird dabei von den landesweit eingesetzten Sachverständigen bereitgehalten.
4. Tierseuchenbekämpfung / Beseitigung tierischer Nebenprodukte
Bei der Beseitigung tierischer Nebenprodukte hat die amtliche technische Unterstützung erheblich an Bedeutung zugenommen. Die Verarbeitungsbetriebe tierischer Nebenprodukte (VTN) sind mittlerweile hoch technisiert. Das Verständnis für moderne Steuerungsanlagen und komplexe Prozesse erfordert ein hohes Maß an technischem Know-how. Hier werden von den technischen Sachverständigen nicht nur die messtechnischen Kontrollen durchgeführt, sondern auch die technische Validierung der alternativen Verarbeitungsmethoden gemäß der VO (EU) Nr. 142/2011 begleitet. Bei Biogasanlagen ist es z.B. erforderlich, die Unumgehbarkeit einer Hygienisierungsanlage zu überprüfen. Dazu müssen Rohrleitungsfließschemata mit den tatsächlich verbauten Rohrleitungen verglichen und bewertet werden. Auch die Pasteurisierung der Co-Fermente unterliegt den rechtlichen Vorgaben aus den nationalen oder europäischen Gesetzen und Verordnungen. Die eingesetzten Sensoren müssen geeignet sein und regelmäßig kalibriert werden. Bild 10: Ventilknoten einer Biogasanlage (Hygienisierung). Eine Verriegelung verschiedener Wege muss für die Trennung von erhitztem mit nicht erhitztem Material vorgesehen werden. Bild 11: Überprüfung von Drucksensoren bei der Drucksterilisation (Prüfmittelüberwachung) In der Tierseuchenbekämpfung werden häufig ressortübergreifende Themen behandelt. Gemeinsam mit den Veterinären werden technische Konzepte entwickelt, um im Tierseuchenfall entsprechend vorbereitet zu sein. Die Einbindung der Ingenieure bei der Entwicklung und Überwachung von Gerätschaften zur Tötung von Tieren im Tierseuchenfall ist ebenso zu erwähnen, wie beispielsweise die Entsorgung von Milch im Falle eines MKS-Ausbruchs. Bild 12: Mobile Elektrotötungsanlage. Technische Sachverständige sind bei der Entwicklung beteiligt und überprüfen die technische Eignung.
5. Rechtliche Einstufung
Mit der Verordnung (EG) Nr. 882/2004 vom 29. April 2004 über amtliche Kontrollen zur Überprüfung der Einhaltung des Lebensmittel- und Futtermittelrechts sowie der Bestimmungen über Tiergesundheit und Tierschutz (ABl. EU Nr. L 191 S. 1), die zuletzt durch Verordnung (EG) Nr. 737/2008 (ABl. Nr. L 201 S. 29) geändert wurde, sind allgemeine Regeln für die amtlichen Kontrollen festgelegt worden. Parallele Anforderungen im Hinblick auf tierische Nebenprodukte ergeben sich aus der Verordnung (EG) Nr. 1069/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 21. Oktober 2009 mit Hygienevorschriften für nicht für den menschlichen Verzehr bestimmte tierische Nebenprodukte und zur Aufhebung der Verordnung (EG) Nr. 1774/2002 (Verordnung über tierische Nebenprodukte) Die Kontrollen müssen wirksam und angemessen sein (Artikel 4 Abs. 2 Buchstabe a) der VO (EG) 882/2004). Sie schließen die Kontrolle der lebenden Tiere, der Futtermittel und Lebensmittel auf allen Stufen der Produktion, der Verarbeitung und des Vertriebs von Futtermitteln und Lebensmitteln sowie der Verwendung von Futtermitteln ein. Die zuständigen Behörden müssen nach Artikel 4 Abs. 2 Buchstabe c) (a. a. O.) über ausreichendes und entsprechend qualifiziertes und erfahrenes Personal verfügen oder Zugang dazu haben. Nach Artikel 4 Abs. 2 Buchstabe d) (a. a. O.) müssen sie mit geeigneten und ordnungsgemäß gewarteten Einrichtungen und Geräten ausgerüstet sein. Die übertragende Behörde hat nach Artikel 4 Abs. 3 der o. g. Verordnung bei einer Übertragung der Kontrollaufgaben auf Behörden, die auf regionaler oder lokaler Ebene zuständig sind, eine effiziente und wirksame Koordination sicherzustellen. Für die Kontrolltätigkeiten, -methoden und -techniken wird in Artikel 10 Abs. 2 Buchstabe h) der Verordnung (EG) Nr. 882/2004 gefordert, dass u. a. auch Kontrollen mit eigenen Geräten der zuständigen Behörde zur Nachprüfung von Messungen der Futtermittel- und Lebensmittelunternehmer vorzunehmen sind. Auch wenn hier konkret nur die Futtermittel- und Lebensmittelunternehmer benannt sind, müssen vergleichbare Kontrolltätigkeiten ebenfalls für die Bereiche Tiergesundheit und Tierschutz gelten, wie auch Artikel 42 Abs. 2 Satz 1 in Verbindung mit Artikel 45 Abs. 2 Buchstabe a) sowie Art. 4 Abs. 2 Buchstabe a) der Verordnung (EG) 882/2004 bestätigen. Die Kontrolltätigkeit umfasst zusätzlich die Bewertung von Technologien und Verfahren (vgl. Artikel 10 Abs. 2 Buchstabe d) der Verordnung). Damit ergibt sich für die Überwachungsbehörden die Verpflichtung, Fachpersonal und Ausrüstungen in erforderlichem Umfang vorzuhalten, um zuständigkeitshalber eigene technische Überprüfungen durchführen zu können. So müssen z. B. spezielle Messgeräte für CO2-Konzentrationsmessungen bei Betäubungsanlagen, für technische Überprüfungen von Elektrobetäubungsanlagen, Erhitzungsanlagen sowie thermischen Behandlungsanlagen eingesetzt werden. Der Einsatz der Geräte erfordert zudem Fachpersonal, das über spezielles Wissen zur Bedienung der Messgeräte, zur Auswertung und Beurteilung der Ergebnisse, zur Fehlerermittlung sowie über Technologien und Verfahren verfügt. Bild 13: Auszug aus der Messtechnik der Amtsingenieure
6. Bundesverband gegründet
Im letzten Jahr wurde der Bundesverband der technischen Sachverständigen für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit e.V. gegründet. Aufgaben und Ziele des Verbandes sind das Sichern und Verbessern des gesundheitlichen Verbraucherschutzes hinsichtlich der eingesetzten Technik und der Prozesse. Durch permanente Weiterbildung und Erfahrungsaustausch in fachlichen und berufsständischen Belangen soll mit der Wirtschaft auf Augenhöhe diskutiert werden. Zu berufsständischen und fachlichen Fragen können Stellungnahmen abgegeben werden, und durch die Aufnahme und Pflege von Verbindungen zu Verbänden und Organisationen mit gleicher oder ähnlicher Aufgabenstellung im In- und Ausland soll die Wichtigkeit dieses Aufgabenbereichs nach außen dargestellt werden. Die Mitglieder des Verbandes sind überwiegend als Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst tätig und unterstützen insbesondere die zuständigen Veterinärbehörden in den Bundesländern.
7. Fazit / Schlussfolgerung
Im Bereich der Lebensmittelbehandlung und bei der Beseitigung tierischer Nebenprodukte sind kontinuierlich ablaufende und automatisch gesteuerte Prozesse von den Überwachungsbehörden zu bewerten, zu validieren und zu verifizieren. Bei der tierschutzgerechten Betäubung und Tötung werden hoch technisierte Gerätschaften eingesetzt, die teilweise auch mit komplexen Steuerungssystemen arbeiten. Einer funktionsfähigen Technik kommt in den genannten Aufgabenbereichen des gesundheitlichen Verbraucherschutzes eine entscheidende Bedeutung zu. Die Sicherheit der Prozesse ist im Rahmen der Überwachung permanent zu bewerten. Auch wenn die Veterinäre in vielen Bereichen bereits interdisziplinär tätig sind, ist es essentiell, ihnen speziell ausgebildete Ingenieure zur Seite zu stellen, um den komplexen Überwachungsaufgaben effizient und kompetent gerecht werden zu können. Im Interesse einer bundeseinheitlichen Verfahrensweise und einer länderübergreifenden Gleichbehandlung der zu überwachenden Betriebe sollte diese Einrichtung gefestigt werden und nicht aufgrund ihrer Sonderfunktion den allseits erforderlichen Einsparvorgaben zum Opfer fallen.
*Anschrift des Verfassers Nds. Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit Postfach 3949 26029 Oldenburg Stellv. Vorsitzender des Bundesverbandes der technischen Sachverständigen für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz e.V. www.amtsingenieure.de Bildanhänge Bild 1: starke Verschmutzungen im Bereich der Rohrverbindung weisen auf ungenügende Reinigung bzw. technisch bedingte Fehlfunktionen hin Bild 2: Messtechnische Kontrolle des kritischen Kontrollpunktes einer Milcherhitzungseinrichtung Bild 3 und 4: Verschmutzungen an den Wärmeübertragungsplatten aufgrund strömungstechnischer Fehler bzw. Undichtigkeiten Bild 5: Starke Verschmutzungen eines Tellerpaketes einer Reinigungszentrifuge Bild 6: Lüftungsschleier Gemüseregal Bild 7: Stromform einer Wasserbad-betäubungsanlage für Geflügel. Keine ausreichende Betäubung möglich, da sich die Ströme überlagern, obwohl Mindestparameter erreicht werden. Bild 8: Stark abgenutzte Elektroden einer Betäubungszange. Eine mögliche Ursache ist eine falsche Stromform. Bild 9: Halbautomatische Betäubungsanlage für Schlachtschweine Bild 10: Ventilknoten einer Biogasanlage (Hygienisierung). Eine Verriegelung verschiedener Wege muss für die Trennung von erhitztem mit nicht erhitztem Material vorgesehen werden. Bild 11: Überprüfung von Drucksensoren bei der Drucksterilisation (Prüfmittelüberwachung) Bild 12: Mobile Elektrotötungsanlage. Technische Sachverständige sind bei der Entwicklung beteiligt und überprüfen die technische Eignung. Bild 13: Auszug aus der Messtechnik der Amtsingenieure

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